Bankroll Management bei Prediction Markets: Nie alles verlieren
Der häufigste Grund warum talentierte Prognostiker bei Prediction Markets scheitern ist nicht schlechtes Urteilen — sondern schlechtes Kapitalmanagement. Eine korrekte Wahrscheinlichkeitsschätzung nützt nichts wenn eine einzige schlechte Serie dein Konto auslöscht.
Das Kelly-Kriterium: Die mathematische Grundlage
Das Kelly-Kriterium liefert den theoretisch optimalen Anteil deines Kapitals für jeden Trade: f = (bp - q) / b
- b = Netto-Quoten (z.B. bei JA zu 0,40: b = 1,5)
- p = deine Wahrscheinlichkeitsschätzung
- q = 1 - p
In der Praxis: halbes Kelly nutzen. Da unsere Schätzungen Unsicherheit haben, liefert halbes Kelly bessere risikoadjustierte Ergebnisse.
Eiserne Regeln: Niemals brechen
- Maximum 5% des Kapitals in einer einzelnen Position — keine Ausnahmen
- Maximum 25% in einer korrelierten Cluster (z.B. alle US-Wahlmärkte)
- Stop-Loss: Wenn du 25% deines Startkapitals in einem Monat verlierst, stoppe den Rest des Monats
- Niemals zu einer verlierenden Position nachkaufen ohne zuerst die fundamentale These zu überdenken
Erholung nach Drawdown
Nach einem 20% Drawdown, reduziere Positionsgrößen um 50% bis du zum vorherigen Hochstand zurückgekehrt bist.
Häufig gestellte Fragen
- Wie viel Startkapital brauche ich für ernsthaftes Prediction Market Trading?
- 500-1.000 $ liefern genug Kapital um über 10-20 Positionen mit halber Kelly-Größe zu diversifizieren. Unter 100 $ begrenzen Größenbeschränkungen systematisches Vorgehen.
- Was tun nach einer Gewinnserie?
- Skeptischer werden, nicht weniger. Gewinenserien erzeugen Übervertrauen. Halte dich an systematische Größenregeln unabhängig von jüngster Performance.